Start zum Reinhold Boehm Gedächtnisrennen: (v.l.n.re.) Alexej Zavailov (CCD), Alexander Fiedler (CCD), Christian Konopka (Team Rotrunner)

Jedermannrennen Drei-Länder-Meisterschaft Unna: Rennbericht von Alexander Fiedler

Ich bin mir sicher: Reinhold Böhm hätte an dieser fantastischen Veranstaltung seine wahre Freude gehabt!

Und das allein schon wegen der großen Teilnehmerzahl: bei der Drei-Länder-Meisterschaft in Unna starteten am 17. Juni neben der U23 Elite mit einem atemberaubenden Hauptfeld von 200 Fahrern der internationalen Radsportklasse auch rund 150 Starter des Jedermann Rennen. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuss am Haus Opherdicke in Holzwickede. Begleitet von viel Applaus der Zuschauer am Streckenrand, sorgten die zahlreichen Teams, darunter die Fahrer des RSV Gütersloh, Team Abus-Nutrixxion und Pain Train von Beginn an für ein hohes Tempo: und das auf einem anspruchsvollen Kurs. Neben Alexej Zavailov aus dem Cycling Club Düsseldorf e.V. und mir startete auch Christian Konopka vom RSC Rotrunner e.V. Unsere Distanz: 64 km also 6 Runden. Ebenfalls mit dabei vom Cycling Club Düsseldorf: Sophie Nürnberger  – als Kamerafrau an Start und Ziel und Supporterin.

Start zum Reinhold Boehm Gedächtnisrennen: (v.l.n.re.) Alexej Zavailov (CCD), Alexander Fiedler (CCD), Christian Konopka (Team Rotrunner)

Start zum Reinhold Boehm Gedächtnisrennen: (v.l.n.re.) Alexej Zavailov (CCD), Alexander Fiedler (CCD), Christian Konopka (Team Rotrunner)

Das Team des Cycling Club Düsseldorf am Start zum Reinhold Boehm Gedächtnisrennen: Alexej Zavailov und Alexander Fiedler

Start zum Reinhold Boehm Gedächtnisrennen: (v.l. n. re.) Alexej Zavailov und Alexander Fiedler

Die Strecke: flach aber nicht ohne…

Die Rennstrecke galt mit ihren 83 Höhenmetern pro Runde (10,6 Km) als eher flach. Sie bot allerdings nicht nur den Sprintern Chancen auf den Sieg. Die ersten 1500 Meter führten auf einer flachen Strecke durch Opherdicke und Hengsen. Am dortigen Kreisverkehr ging es in zwei Stufen über ca. 2000 Meter hinunter ins Ruhrtal. Auf einer Allee fuhren die Starter dann flach bis nach Altendorf. Hier begann der leichte Anstieg, der ca. 900 Meter vor dem Ziel mit 8 Prozent eine kurze aber harte Rampe bereithielt. Wer danach noch Chancen im Sprint haben wollte, musste sich in einer exzellenten Form befinden.

Starke Teamarbeit macht es Ausreißern schwer

Aufgrund der starken Teamarbeit gelang es keinem Fahrer oder gar einer Gruppe sich signifikant vom Hauptfeld abzusetzen, was bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 42 km/h auch fast unmöglich war. Ich konnte mich in den ersten Runden ständig unter den ersten 35-45 Fahrern halten und so das Renngeschehen überblicken und dem Hauptfeld folgen. Ende der vorletzten Runde musste ich allerdings dem schnellen Beginn Tribut zollen und verlor anfangs der Start- und Zielgeraden, auf der ständig Gegenwind herrschte, die Spitzengruppe, dessen Tempo ich nicht mehr mitgehen konnte. Zusammen mit vier weiteren Fahrern ging es für mich in die letzte Runde. Wir fuhren diese mit Anstand zu Ende und kamen knapp drei Minuten hinter dem Sieger ins Ziel.

Knapper Sieg nach entscheidender Attacke

Bis ca. 1,5 Kilometer vor dem Ziel fuhr die verbliebene Spitzengruppe mit ca. 40 Fahrern geschlossen zum letzten Anstieg, bis Sebastian Schaub vom Team Abus-Nutrixxion die entscheidende Attacke startete. Er schaffte es allein in die Zielkurve und kam mir nur vier Sekunden Vorsprung vor dem Hauptfeld ins Ziel.

Ergebnis für Cycling Club Düsseldorf und RSC Rotrunner

Im Ziel: Team Cycling Club Düsseldorf (v.l.n.re.) Alexej Zavailov und Alexander Fiedler, Christian Konopka (rechts)

Im Ziel: Team Cycling Club Düsseldorf (v.l.n.re.) Alexej Zavailov und Alexander Fiedler, Christian Konopka (rechts)

Für mich sprang am Ende Platz 45/AK 14 mit einer Zeit von 1:36:38 raus. Christian wurde 73er und Alexej wurde mit einer Runde weniger als 97er gewertet.

Infos zum Rennen: https://pain-spot.de/cms/dm-unna

Text: Alexander Fiedler

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