CCD Nachtausfahrt DuSk2Dawn – große Ereignisse werfen ihr Licht voraus

DUSk2Dawn Beleuchtung

Wie angekündigt, hier einige Tipps zum Light Equipment für unsere CCD Nachtausfahrt DUSk2Dawn am 07./08.11.2020

Frontlicht

Die meisten Frontleuchten weisen unterschiedliche Helligkeitsstufen auf. Unterwegs fährt das Tête de la course (franzs. „Die Spitze des Rennfeldes“) mit möglichst heller Beleuchtungsstufe damit wir Hindernisse rechtzeitig erkennen. Das Peloton kann währenddessen auf Sparlicht schalten. Natürlich könnt ihr die Lampe nicht ausmachen damit Ihr sichtbar bleibt – für die Partner vor, hinter und neben Euch, den Guide und die übrigen Verkehrsteilnehmer.

Rücklicht

Da ein Rücklicht relativ wenig Strom verbraucht, dürften die besseren Modelle unsere Nachtausfahrt locker durchstehen. Für den Notfall solltet ihr ein zweites Rücklicht als Backup einpacken. Wichtig: insbesondere die Leuchten chinesischer Herkunft (wertfrei ;-) verfügen über zahlreiche kreative Leucht-, Blink- und Blitzmodi. Das mag sinnvoll sein, wenn Du alleine unterwegs bist und von den Autofahrern frühzeitig gesehen werden willst oder Lust auf nette Begegnungen mit den Ordnungshütern hast. In der Gruppenfahrt setzt Du Deinen Hintermann mit dem Geblitze innerhalb weniger Minuten schachmatt. Also: die niedrigste (permanente) Leuchtstufe ist hier ausreichend. Die letzte Reihe der Gruppe darf die Leuchte natürlich gerne etwas heller stellen damit wir alle besser gesehen werden.

Wahl der Frontbeleuchtung

Für eine gute Frontbeleuchtung gilt: mehr ist mehr.

Lange Betriebsdauer, und helles Licht sind Trumpf. Die geplante Fahrtdauer von gut sieben Stunden dürfte die meisten Frontleuchten an ihre Grenzen bringen, sofern man nicht mit einer Lupine Alpha oder ähnliche Frontleuchten in der Preiskategorie € 1.000+ unterwegs ist oder über eine andere leistungsstarke Frontbeleuchtung mit externer Stromversorgung verfügt.

Damit dein Lichter nicht ausgeht

Damit bei der Nachtfahrt nicht die Lichter ausgehen, haben wir folgende Optionen:

  1. Lampe mit wechselbaren Batterien (Akkus): zweites Set Batterien (Akkus) mitnehmen
  2. zweite Lampe mitnehmen
  3. per USB aufladbare Lampen: ggf. Powerbank mitnehmen

Funktioniert immer: zweite Lampe mitnehmen

Per USB-Adapter aufladbare LED Lampen dürften den häufigsten Fall darstellen, somit erscheint das Mitnehmen einer Powerbank die naheliegendste Lösung darzustellen. Jedoch Vorsicht – Stolperstein!viele Lampen schalten sich ab, sobald man einen USB Stecker aufsetzt  – nach dem Motto, entweder leuchten oder laden. Daher unbedingt vorher testen, ob sich die Leuchte auch während des Betriebs laden lässt, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Falls die Lampe sich nicht im Betrieb laden lässt, hilft nur: zweite Lampe mitnehmen und die erste Lampe nach Entladung unterwegs im Rucksack mit einer Powerbank wieder aufladen. Auf alle Fälle den geplanten Frittenstopp zum Nachladen der Frontlampen mittels Powerbank nutzen, solange sie ausgeschaltet ist.

Für Lampen, die sich während des Betriebs laden lassen

Falls sich die Lampe gleichzeitig betreiben und laden lässt: Powerbank mit Kabelbindern oder Gummis an Vorbau oder Rahmen fixieren, in der Satteltasche verstauen oder in die Rückentasche des Trikots stecken. Akkus hassen Kälte, daher verlängert die Körperwärme bei dieser Variante die Laufzeit gegenüber den anderen Transportarten). Wichtig: die Tour unbedingt mit angeschlossener Powerbank beginnen. Das spart Stecker-Fummelei unterwegs und böse Überraschungen z.B. der Kontakt klappt nicht, weil Feuchtigkeit in die Steckverbindung eingedrungen ist.

Denn: sollte die Verbindung Powerbank – Leuchte irgendwann unterwegs Probleme machen, so weist der Akku der Lampe ab diesem Moment immer noch 100% Ladung auf – Ziel ist es, den Entladungs-Count-Down des eingebauten Akkus maximal hinaus zu zögern.

Preisfrage: welche Kapazität sollte die Powerbank haben?

Akku Kapazität wird in Ah bzw. mAh gemessen – bringe die Kapazität Deiner Lampe in Erfahrung und recherchiere die technischen Daten im Internet. Setze sie ins Verhältnis zur angegebenen oder getesteten Leuchtdauer. Leider halten sich die Hersteller bei der Kapazität gerne bedeckt und geben die Leuchtdauer eher optimistisch an. In den großen Lezyne Lampen der Modelle Macro Drive 1300XXL und Lite Drive 1000XL stecken anscheinend Akkus mit 5.200 mAh Kapazität. Wenn eine solche Lampe in der zweithellsten Stufe drei Stunden leuchtet, würde eine Powerbank mit 10.000 mAh Dir also zusätzliche 5+ Stunden Licht bescheren. Oder anders gesagt, Du kannst sie mit dieser Powerbank einmal voll aufladen und hast dann noch Reserven, z.B. für’s Handy.

Schön und gut, welche Ausrüstung nehme ich nun?

Als großer Fan von LEZYNE verwende ich auf allen Nachtausfahrten das Macro Drive 1300 XL – und bin super zufrieden damit: hell und lange Leuchtdauer – Kostenpunkt ca € 85. Die Lampe lässt sich allerdings nicht gleichzeitig laden und betreiben (das kann nur das Topmodell Mega Drive 1800i mit dem Infinite Light Power Pack zu € 230). Ich selbst werde unsere Nachtausfahrt mit der 1300 XL plus einer zweiten, kleineren Lampe in Angriff nehmen, diese beiden Leuchtquellen im Wechsel betreiben und die jeweils ausgeschaltete Lampe per Powerpack nachladen.

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